Die Suche nach den Wüstenelefanten ist auch am Freitagmorgen erfolglos. Die Herde ist mit ihren 9 Jungtieren weiter Richtung Westen gezogen. So freuen wor uns umso mehr am kleineren Getier, an der wahnsinnig schönen Landschaft und den überraschenden Pflanzen, die in dieser scheinbar unwirtlichen Gegend praktisch aus dem Nichts heraus gedeihen. Am Nachmittag holpern wir Richtung Norden, um ein Mini-Dorf der Himbas, der hier lebenden Halbnomaden, zu besuchen. Die Männer sind nicht anwesend, sie sind unterwegs auf der Suche nach neuem Weideland und Wasserstellen für ihr Vieh. Die Frauen begrüssen uns herzlich und gewähren uns einen Einblick in das Leben ihrer Familien, das einfacher nicht sein könnte. Wir gewinnen wieder einmal den Eindruck, dass Zufriedenheit gar nichts mit Vermögen und Luxus zu tun hat. Die Kinder turnen kreuz und quer herum, auch für sie ist der Besuch der Fremdlinge eine seltene Abwechslung. Eine Frau zeigt uns, wie ihre Körperpflege aussieht: Duschen kennt man hier nicht, höchstens die Männer spritzen ab und zu mal eine Handvoll Wasser aus einem Wasserloch über ihren Kopf. Die Frauen bestreichen sich täglich in einer aufwändigen Prozedur mit einem Gemisch aus gemahlenem Okra und Tierfett. Damit schützen sie sich gegen Sonne und Stechmücken und riechen ausserdem gut.
Am Samstagmorgen geht es dann weiter durch das Hoanib-Tal und über eine endlose Hochebene hinunter Richtung Atlantik-Küste. Aufgrund der grossen Regenfälle im Juli treffen wir im Bett des Hoarusib-Flusses auf Wasser und grüne Pflanzen. Sogar eine Ente scheuchen wir aus ihrem Schilfversteck auf. Unsere Lodge an der Skelett-Küste liegt mitten in den Sanddünen, von wo aus wir einen schönen Blick in Richtung des ziemlich wilden Meeres haben.





























One thought on “Freitag 12. / Samstag 13.9.2025: Hoanib Valley – Skeleton Coast”
vielen Dank für die wunderbaren Bilder, die ich regelmässig geniesse und damit unsere lokalen schönen Erlebnisse ergänze! Weiterhin gute Reise!