Reisen

Ecuador Tag 15: Quito – Galapagos

Etwas früher als auch schon müssen wir aus den Federn und werden dann um 06:45 von Roberto und einem Fahrer zum Flughafen gebracht. Die Stadt ist ebenfalls bereits wach und der Verkehr zu dieser Zeit bereits beachtlich. Am Flughafen müssen wir mit dem Gepäck zu einer besonderen Kontrolle, wo überprüft werden sollte, ob wir irgendwelche unerlaubten Dinge auf die Inseln bringen wollen. Wirklich ernsthaft scheint dieser Check aber nicht zu sein und danach wird auch nur einer der beiden Koffer versiegelt. Um 09:40 fliegen wir dann ziemlich pünktlich ab, machen im bewölkten Guayaquil eine Zwischenlandung von rund 40 Minuten und kommen schliesslich um 12:15 Lokalzeit (eine weitere Stunde Zeitverschiebung) im windigen Baltra auf den Galapagos-Inseln an. Das erste Mal seit dem Dschungel ist es wieder richtig warm.

Mit einem alten Rumpelbus werden wir die paar Meter bis zur kleinen Hafenbucht gebracht. Dort setzen wir mit den Pangas (Schlauchboote) zu unserem Schiff über. Nach dem Mittagessen erhalten wir ziemlich ausführliche Vorschriften über das Verhalten auf den Inseln, gefolgt von einem kleinen Sicherheitstraining.

Um ca. 16:00 werden wir per Panga zur winzigen Insel Mosquera gebracht, wo wir uns offensichtlich das einzige Mal frei bewegen dürfen. Eine Unmenge von Seelöwen liegt faul im weissen Sand herum und sonnt sich. Zwischendurch ist es schwierig, nicht auf die Tiere zu treten. Diese wie auch praktisch alle anderen Tiere haben keinerlei Scheu vor den Menschen. Das kommt offensichtlich daher, dass sie hier praktisch keine natürlichen Feinde haben und deshalb die Angst ziemlich abgelegt haben. In den Felsen am Strand hängen Tausende von roten Krabben herum, die vor dem dunklen Lavahintergrund ein farblich interessantes Bild abgeben. Nur die ganz jungen Krabben haben zu Beginn eine völlig schwarze Färbung, die mit der Zeit in einem interessanten Farbenspiel auf Rot übergeht. Im Weiteren sehen wir auch einzelne Meerechsen, Eidechsen und 2 Pelikane, die von 2 jungen Seelöwen – vermutlich zum Spass – gejagt resp. geärgert werden.

Nach der Rückkehr an Bord wird bei einem Apéro die Crew vorgestellt, die uns auf den folgenden Tagen betreut. Insgesamt sind mit uns 15 Gäste an Bord: 9 Amerikaner, 2 Neuseeländer, 2 Engländer und wir. Auf der Ueberfahrt zur Insel Bartolomé bei einigermassen ruhigem Seegang gewöhnen wir uns langsam an das schwankende Schiff, mit oder ohne Medikamente.

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