Sonntag, 14.6.26: Im Regen nach Bonito

Wahnsinnig viel gibt es heute nicht zu erzählen. Nachdem wir noch in der Nacht im kleinen Hafen von Corumbá angekommen sind, erwartet uns ein trüber Morgen. Die tiefhängenden Wolken verkünden baldigen Regen und sie behalten recht. Kurz nach der Abfahrt beginnt es zu regnen, sodass unterwegs ausser einer eintönigen, grauen Buschlandschaft nicht viel zu sehen ist. Etwas ausserhalb von Piragutunga wartet eine endlose Reihe von Lastwagen vor einer offensichtlich grossen Eisenerz-Mine. Zwischendurch kommen wir an einer Rinderherde vorbei und immer wieder sehen wir Jabiru-Störche. Die Strasse ist zwar ziemlich holprig, was aber den Fahrer nicht davon abhält, alles aus seiner Kiste herauszuholen. Ayrton Senna wäre stolz auf ihn.

Nach etwa vier (in Worten: vier) Stunden halten wir in Miranda (nicht auf der Kandidatenliste als Unesco Weltkulturgut) mal für einen so genannten Multifunktionsstopp an. Nach einer weiteren Stunde sind wir schliesslich im kleinen Privat-Naturpark Cachoeira da Serra, etwas ausserhalb von Bodoquena. Es soll hier sieben Wasserfälle geben, aber vermutlich auch nicht derart sensationelle, um auf den matschigen Wegen eine Rutschpartie zu wagen. So begnügen wir uns mit der 400m Weicheier-Route, die wir uns aber auch hätten sparen können. Wenigstens hat der Regen zeitgerecht eine Pause eingelegt.

Auf der Weiterfahrt nach Bonito sehen wir auf einer grossen Wiese unverhofft einen grossen Ameisenbären. Vollstopp und Spurt über das ganze Feld unter Leitung von Edilson (der immerhin mal bei den Junioren von Bayern München getschuttet hat). Wir achten immer schön darauf, dass wir auf der Leeseite des Ameisenbären sind. Dieser sieht und hört nämlich fast nichts, dafür ist seine Nase 1a. So haben wir schliesslich doch noch ein Highlight für den heutigen Tag, der Caipirinha ist verdient.

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