Als wir um 08:30 aufbrechen, sind die Strassen in Cuiabá deutlich belebter als am Sonntag. Auf einer ziemlich neuen, asphaltierten Strasse kommen wir zügig voran. Die Gegend ist flach, hin und wieder kommen wir an einer Herde schneeweisser Rinder vorbei. Der erste Tukan mit einem knallgelben Schnabel fliegt über die Strasse, bald gefolgt von einem Paar Pfeifreiher. Nach etwa 2 Stunden kommen wir nach Poconé, wo in den Nebenstrassen immer noch Befestigungsringe am Boden zu finden sind, an die früher die zum Verkauf stehenden Sklaven angekettet waren.
Viehzucht, Gold und seit gut 30 Jahren auch Tourismus sind die Hauptwirtschaftszweige rund um Poconé. Immer wieder sehen wir Hügel, die beim Goldabbau aufgeschüttet werden. Dieser erfolgt durch etwa 200 konzessionierte Schürffirmen und unzählige illegale Unternehmen. Letztere sind auch hier ein grosses Problem, da sie das bei der Goldgewinnung verwendete Quecksilber unkontrolliert in den Boden entsorgen.
Kurz nach Poconé beginnt die Transpantaneira, eine staubige Piste quer durch das Land. Schon bald wechselt die Farbe der Termitenhügel von braun auf grau, gleichzeitig werden sie höher und spitzer. Das ist das untrügliche Zeichen, dass wir nun im während der Regenzeit überfluteten Gebiet angekommen sind. Überleben können die Tiere hier nur, wenn sie über dem Wasserpegel leben oder gute Schwimmer sind.
Stundenlang holpern wir über die Transpantaneira, ab und zu unterbrechen wir für einen Boxen- oder Fotostopp. Verkehr hat es auf dieser Piste eigentlich nicht. Die Fahrer winken sich beim Kreuzen freundlich zu, vermutlich kennt hier jeder jeden. Kurz vor 16:00 kommen wir nach Porto Jofre, das eigentlich nur eine Ansammlung von Fischerhütten ist. Wir gehen an Bord unseres Schiffs, das für die nächste Woche unser Hotel sein wird. Noch rund 2 Stunden fahren wir gemütlich den Cuiabá-Fluss hinauf, bis wir nach Sonnenuntergang für die Nacht an Anker gehen.
















3 thoughts on “Montag, 8.6.26: Cuiabá – Porto Jofre”
Hallo Walti,
Suuuuper schöne Tierbilder, ich freue mich jeden Morgen über dein Reisebericht und schönrn Bilder
Eine gute Reise
Jürg
Liebe Yvonne, lieber Walti, eben sind wir aus dem Funkloch auf der Fähre von Rosslare 🇮🇪 nach Cherbourg 🇫🇷 aufgetaucht. Für uns geht es nun nach Hause. Euch wünschen wir eine wunderschöne Reise! Herzliche Grüsse Domenica und Werni
Lieber Walter, ex-Sanggaller folge sher gerne Deinen Reiseberichten mit den grandiosen Bildern! Die Rotarier-GV gestern kann da puncto Gehalt nicht mithalten (aber nette Leute hat’s da alleweil). Weiterhin bon viajo!