Über der Küste liegt heute Morgen ziemlich dicker Nebel, der schwache Wind trägt feinen Nieselregen durch die Luft. Wir verlassen unsere schöne und originelle Lodge Richtung Süden. Entlang des Strands treffen wir auf verschiedene Wracks, die dieser Küste ihren Namen gegeben haben. Auch ein Flugzeug der südafrikanischen Luftwaffe stürzte hier 1942 bei der Rettung der Passagiere eines gestrandeten Schiffs ab. Dessen Wrackteile sind etwas vom wenigen, das hier nicht verrostet ist. Wir finden ausgebleichte Knochen von Seehunden und Walfischen, die hier das Zeitliche gesegnet haben. Bei der Minisiedlung Möwe Bay hängen Tausende von Seehunden auf den Küstenfelsen herum. Neben dem optischen Bild hinterlässt auch der penetrante Gestank einen bleibenden Eindruck. In den wilden Wellen wird fleissig nach Futter getaucht, während die unzähligen Jungtiere ungeduldig warten, bis sie gefüttert werden.
Langsam lichtet sich der Nebel etwas: Flugwetter ist im Anzug. Diese Beurteilung ist für uns einfacher als für den Piloten, der auf gut Glück starten musste, ohne zu wissen, ob hier Sichtflugbedingungen herrschen. In einer Stunde erreichen wir den Airstrip unserer neuen Lodge beim Etosha Nationalpark. Kurz vor der Landung fliegen wir über die ersten Elefanten und Zebras und schon sind wir wieder am Boden. Nun sind die Temperaturen definitiv auf der warmen Seite, was nach den kühlen letzten Tagen eine willkommene Abwechslung ist. Nach einer kleinen Siesta unternehmen wir am Abend einen ersten Game Drive mit unserem rasanten Guide Pule, der uns in Rekordzeit möglichst alle Tiere zeigen möchte. An einem Wasserloch gibt es den Sundowner, während im Hintergrund die Zebras ihren Durst löschen.
Montag, 15.9.2025: Skeleton Coast – Etosha



























