Mittwoch, 24.9.2025: Linyanti – Okavango Delta

Auf der morgendlichen Pirschfahrt besuchen wir eine Flusspferdfamilie, die bereits zum täglichen Bad ins Wasser gestiegen ist. Die Tiere sind Grasfresser und futtern mehr oder weniger die ganze Nacht, bevor sie dann praktisch den ganzen Tag im Wasser verbringen. Der friedliche Eindruck täuscht allerdings gewaltig. Wenn man ihnen zu nahe kommt, insbesondere wenn sie Jungtiere haben, können sie extrem aggressiv reagieren, um ihr Revier zu verteidigen. Jedes Jahr kommen etwa 500 Menschen in Afrika wegen Flusspferdangriffen ums Leben, weshalb diese Ungetüme zu den gefährlichsten Tieren der Welt gehören. Deshalb winken wir ihnen nur aus sicherer Distanz freundlich zu. Wir geniessen noch einen kleinen Brunch im Lebala-Camp und fliegen danach mit einem Zwischenhalt in Savuti ins Okavango-Delta. Dort gibt schon bald … zu essen und bereits sind wir wieder unterwegs. Ziemlich weit im Nordwesten unseres Camps wurde ein grosser Rudel Wildhunde gesichtet. Es gibt nur noch knapp 6’000 dieser Tiere, weshalb sie zu den am meisten vom Aussterben bedrohten Tierarten der Welt gehören. Wir kommen gerade rechtzeitig, als die Jagd beginnt. Die Hunde machen sich auf die Suche nach Impalas, wir bleiben ihnen auf den Fersen. Nach gemächlichem Start geht urplötzlich die Post ab. Mehr als 70 km/h können die Hunde erreichen, da bleiben auf die Länge die Chancen für die Impalas eng begrenzt. Wir dreschen der Meute wie gesengte Sauen hinterher, dass es uns fast aus dem Jeep wirft. Irgendwann kommen wir dann aber zum Schluss, dass diesmal die Impalas doch schneller waren. Wir beobachten die nun ausruhenden Hunde noch eine Weile, bis plötzlich wieder Leben ins Rudel kommt. Gleich zwei Impalas wurden gerissen und die erfolgreichen Jäger, die an ihrer roten Schnauze gut zu erkennen sind, führen ihre Kumpanen jetzt zur Beute. Dort beginnt gleich wieder das ungetüme Fressen, als ob es kein Morgen gäbe. In der Zwischenzeit ist es dunkel geworden und wir rumpeln über Steppe, Sand und durch Wassertümpel zurück zu unserem Camp.

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