Freitag, 26.9.2025: Cats

Heute früh geht die Suche nach dem Gepard weiter. Nach einem Aufgalopp mit Flusspferden, Elefanten, Antilopen und Zebras im ersten Tageslicht beginnt die eigentliche Arbeit. Rund eine Stunde suchen unsere Führer nach Gepard-Spuren, finden sie und verlieren sie wieder. Was nicht verloren geht, ist die Zuversicht und dann werden sie am Rand eines Termitenhügels fündig. Mutter und Tochter Gepard hängen noch etwas herum, es ist aber offensichtlich, dass sie der Hunger schon ein wenig plagt. Die erfahrene Mutter und das etwas ungestüme Kind schleichen auf samtenen Pfoten durch das Schilfgras und zwischen abgestorbenen Bäumen hindurch, um sich an eine Herde Impalas anzunähern. Dummerweise haben sie einerseits den Wind in ihrem Rücken, welcher ihren Geruch den Impalas in die Nasen treibt. Andererseits ist nahe bei den Impalas ein kleiner Teich, den die Geparde nicht durchqueren können. So geben die beiden Katzen ihren Jagdversuch auf, immer noch hungrig und wahrscheinlich auch etwas frustriert.

Auf unserem Weg zurück zum Camp entdecken wir unverhofft einen Leoparden, der sich im Dickicht auf einem Baum von den Strapazen der Nacht erholt. Lange beobachten wir ihn, ihm gefällt es aber auf seinem Ast und an Bewegung denkt er schon gar nicht. Wir lassen ihn ausruhen und tun dasselbe nach dem Brunch ebenfalls. Unsere letzte Abend-Pirschfahrt bringt uns zurück zu unserem Leoparden, der immer noch gemütlich auf seinem Ast chillt. Immerhin hat er sich in den letzen fünf Stunden um 180° gedreht. Lange beobachten wir ihn aus kürzester Distanz. Unsere Anwesenheit bringt ihn in keiner Art und Weise aus der Ruhe. Schliesslich geniessen wir den letzten Gin and Tonic auf dieser Reise fast schon etwas dekadent beim Sonnenuntergang fünf Meter unterhalb eines der schönsten Tiere, das wir je gesehen haben.

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