Freitag, 26.6.26: Parnaiba – Jericoacoara

Auf unserer Fahrt nach Jericoacoara … versuch’s mal auszusprechen und wenn’s schwierig ist: einfach Jeri … also auf dieser heutigen Fahrt rösten wir zunächst auf bolzengeraden Strassen bis nach Camocim, wo wir die Hauptstrasse verlassen und uns fragen, wie um Himmels Willen man hier wohl über den Rio Coreaú kommen. Brücken hat es keine und ein Fährhafen ist auch nicht wirklich in Sicht. Dann schwenken wir plötzlich auf den Sandstrand, wo einige Boote für das Übersetzen bereitstehen. Jeweils vier Autos passen auf eine solche Mini-Fähre. Wir sind die letzten und schon geht es los. Nach ein paar interessanten Minuten sind wir bereits auf der anderen Seite, wo eine grandiose Fahrt dem Meeresstrand entlang beginnt. Zwischendurch erklimmen wir eine der gewaltigen Dünen, natürlich hat unser Motorista (= Fahrer) seinen besonderen Spass daran. Von oben bietet sich ein gewaltiger Blick über die Landschaft aus Sand, grün-blauen Lagunen und rauschendem Meer.

Am Lago da Torta machen wir unsere Mittagspause in einem gemütlichen Restaurant mit Kitesurf-Unterhaltung und Hängematten im Wasser. Ein Vergnügen der Extraklasse ist ein super-toller Fisch vom Grill. Dann nehmen wir den Rest der Fahrt unter die Räder. Da wir jetzt wissen, dass an jeder potenziellen Übersetzstelle Fähren aus ein paar zusammengenagelten Brettern warten, stellt sich die Brückenfrage kein zweites Mal. Hier passt noch ein einziges Auto auf den schwimmenden Untersatz, dafür steht ein gutes Dutzend bereit. Angetrieben werden die Dinger mit Longtail-Aussenbordmotoren, sehr pragmatisch und sehr exotisch. Am Ortseingang von Jericoacoara (versuch’s nochmals!) stellen wir uns in die Warteschlange für das Entry-Permit. Der Schaltermann schreibt von Hand beide Pässe ab und das dauert halt ein Weilchen. Kosten tut es nix?! Und dann schlängeln wir uns durch das interessante, enge Gewirr von Sandsträsschen. Im ganzen Dorf gibt es keine einzige asphaltierte Strasse. Unsere Pousada liegt traumhaft schön direkt am Meer. Das war’s denn auch für heute, der Schreiberling hat jetzt (vermutlich) einen Drink verdient.

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