Mr. G, unser Guide, erklärt die Suche nach einem Gepard als Ziel des heutigen Morning Drives. Zunächst erspähen wir aber zwei Löwenmänner, die sich im ersten Morgenlicht nach den nächtlichen Streifzügen zur Ruhe legen. Dann rumpeln wir weit Richtung Nordwesten. Guide und Tracker sind zunehmend frustiert, dass der Gepard sich offensichtlich die Freiheit genommen hat, nicht dort zu sein, wo wir ihn suchen. Irgendwann wird aus der Suche nach dem Gepard eine Suche nach dem grossen Löwenrudel, das aufgrund der Spuren vor kurzem in der Gegend war. Erfolg: Null! So machen wir halt eine Kaffeepause am Rand eines Tümpels, in dem drei Flusspferde herumhängen. Danach geht es zurück Richtung Camp, als unser Tracker plötzlich einen Leoparden entdeckt. Es braucht einigen Aufwand, ihn im hohen Sumpfgras überhaupt zu finden. Es ist absolut umwerfend, ihm zuzuschauen, wie er tief geduckt und lautlos durch den Sumpf schleicht, seine ganze Aufmerksamkeit auf uns gerichtet. Unvermittelt prescht er wie aus der Kanone geschossen hervor, springt im hochspritzenden Wasser an uns vorbei und rennt mit einem Wahnsinnstempo in Richtung der nahen Bäume. Dort finden wir ihn in einem Erdloch wieder, aus dem er ebenso plötzlich wieder herausrennt, zurück ins Sumpfgras. Ihn zu fotografieren, ist bei diesem Tempo fast unmöglich, das ist bei diesem Erlebnis aber auch Nebensache. Die Stimmung im Team ist per sofort auf dem absoluten Höhepunkt. Sie wird sogar noch getopt, als wir sozusagen als Zugabe das Löwenrudel entdecken, das versucht, im Schatten einiger dürrer Bäume der Mittagshitze zu entgehen.
Am Abend machen wir einen gemütlichen Schiffsausflug in das Wassersystem des Binnendeltas, wo wir den Sundowner vor einem Brutgebiet von Marabus, Störchen, Reihern und weiteren grossen Vögeln geniessen.
































