Ein wunderschöner Morgen erwartet uns. Ruhig fliesst der Rio Cuiabá an uns vorbei und der Sonnenaufgang bringt zusätzlich Stimmung in den Laden. Wir besteigen wieder unser Boot und gleiten langsam den Fluss hinab, während etwas später auch unser grosses Schiff nachfolgt. Satte Grüntöne bilden eine eindrückliche Kulisse, die Tiere machen sich aber eher rar. Meistens sind die aufgespürten Vögel klein, graubraun und im Gegenlicht, was höchstens die Birdwatcher erquickt. Immerhin sehen wir wieder eine Familie Brüllaffen, eine Kolonie Kormorane, einen Baum voll mit Reihern und einen Leguan, der sich zuoberst auf einem Baum in der Morgensonne aufwärmt. Selbstverständlich gibt es überall Kaimane.
Für das Mittagessen docken wir wieder an unser Schiff an, das etwas später in der Nähe eines winzigen Armeepostens vor Anker geht. Dort schauen zwei Leguane keck in unsere Teller und tun sich selber an den in Hülle und Fülle vorhandenen zarten Blättern gütlich. Auf der Nachmittagstour geht es zunächst den Hauptfluss hinunter (der Rio Cuiabá ist in der Zwischenzeit in den Rio Paraguay gemündet). Überall treiben Boote im Wasser, in denen Sportfischer versuchen, den einen oder anderen Fisch zu fangen, um ihn nachher gleich wieder ins Wasser zu werfen. Man muss ja nicht alles verstehen. Die Köder für diese Fischerei werden durch Einheimische in Reusen gefangen und für ca. 40 Rappen verkauft. Wir verlassen den Rio Paraguay und fahren in einen Seitenarm hinein. Die Atmosphäre im späten Nachmittagslicht ist traumhaft, Tiere sind aber Mangelware, ausser die kleinen, graubraunen … (man erinnert sich). Bei der Rückkehr zu unserem Schiff wartet ein schöner, kühler Caipirinha auf uns, sodass es auch heute Abend nichts zu klagen gibt.


























