Dienstag, 23.6.26: Lençóis Maranhenses

Fahrer müssen nicht pünktlich sein, nur die Gäste. So gedulden wir uns halt morgens um 7 Uhr eine halbe Stunde lang, bis wir abfahren können (30 Minuten sind um diese Tageszeit besonders kostbar). Mindestens hat der Fahrer schon den Grundkurs besucht, er kennt nämlich bereits 2 Aktionen: Vollgas und Vollbremsung. Das macht die 4.5-stündige Fahrt nach Barreirinhas zum einem veritablen Sondervergnügen.

Nachmittags besuchen wir die Lençóis Maranhenses nach einer rumpligen Fahrt über lange Sandpisten durch die grüne Buschlandschaft. Endlose, weisse Sanddünen erstrecken sich bis zum Horizont und formen eine wellenförmige Wüste, die durch ein faszinierendes Phänomen zum Leben erwacht. Zwischen den riesigen, durch den Wind ständig neu geformten Sandbergen sammeln sich während der Regenzeit unzählige, glasklare Lagunen, die in intensiven Türkis- und Blautönen leuchten. Der feine Sand fühlt sich angenehm kühl unter den Füssen an. Die etwa zweistündige Wanderung durch diese Traumwelt ist ein unvergessliches Erlebnis. Die Dünen erstrecken sich über ca. 100 Kilometer entlang des Atlantischen Ozeans und reichen bis 50 Kilometer weit ins Hinterland. Mit unserem Guide verstehen wir uns bestens, auch wenn das Ganze sprachlich etwas limitiert ist. Wir sprechen nämlich genauso wenig Portugiesisch wie er irgendeine andere Sprache.

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