Dienstag, 11.5.2022: Paracas – Nazca

Früh steigen wir aus den Federn, um für unsere Bootsfahrt zu den Ballestas-Inseln noch ein möglichst ruhiges Meer zu haben. Tatsächlich ist das Wasser im Gegensatz zum Vorabend ruhig und so steigen wir frohgemut in den Kampf am Frühstücksbüffet, lautstark umrahmt von einer rund 250-köpfigen Reisegruppe von Adventisten. Bald meldet sich unser Führer Michael: der Hafenchef sei vorderhand unauffindbar und ohne sein Placet gebe es keine Bootsfahrt. Die Zeit verstreicht und von einem OK des Hafenchefs sind wir weiterhin meilenweit entfernt. Wir bummeln zum Hafen, schliesslich stehen wir in den Ferien ja nicht einfach so um sechs Uhr auf. Irgendwann müssen wir dann aber aufgeben, entweder ist ausserhalb der Bucht die See tatsächlich zu wild oder der Hafenmeister hat einfach keine Lust, wegen ein paar lausigen Touristen vor dem Mittag aus den Federn zu kriechen.

Wir fahren los Richtung Südosten, zum Teil durch eine karge Wüstenlandschaft, dann wieder durch üppige Felder und kurz vor unserem Ziel Nazca schliesslich über zwei kleine Pässe. Im kleinen Dorf Palpa erstehen wir einen hervorragenden, frisch gepressten Orangensaft, essen dann unseren Sandwichlunch und lassen den regen Verkehr an uns vorbeiziehen.

In Nazca schauen wir kurz vor dem malerischen Sonnenuntergang eine uralte Bewässerungsanlage an. Ein unterirdisches Kanalsystem führt von den verschiedenen Quellen bis zu den Feldern, die Wartung dieser Kanäle erfolgte über grosse kreisrunde Gruben, die den Zugang zum Wassersystem sicherstellten. Beim Eindunkeln erreichen wir schliesslich unser heutiges Etappenziel, wo wir vor dem Nachtessen noch einen kleinen Bummel über die gut belebte Plaza de Armas unternehmen.

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