Reisen

30.1.19: Sinharaja

Wieder ist es noch dunkel, als wir unser Hotel verlassen. Wir fahren ungefähr eine halbe Stunde zum Eingang des Nationalparks Sinharaja, wo wir kurz nach 06:30 eintreffen. Wie schon im Knuckles-Reservat begleitet unser versierter lokaler Nature-Guide Danuskha. Diesmal bringt er keinen Supportstaff mit, dafür bekommen wir noch einen zusätzlichen Führer des Nationalparks. Offiziell aus Sicherheitsgründen, in Wahrheit wohl eher aus beschäftigungspolitischen Überlegungen. Anfangs geht es noch ziemlich steil bergauf, nachher kommen wir aber auf einen relativ breiten und mehr oder weniger ebenen Weg durch den Regenwald. Das Gebiet von Sinharaja ist der letzte verbliebene grosse Regenwald in Sri Lanka und seit 1988 Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Vor allem die Vogel-Vielfalt ist enorm, genauso schön sind aber auch die Pflanzen und Bäume in allen Grüntönen. Die vielen Geräusche aus dem Urwald ergeben ein wahres Naturkonzert und das erste Sonnenlicht trägt das Seine zur faszinierenden Morgenstimmung bei.

Unsere Führer sind voll in ihrem Element und erspähen alle paar Minuten einen neuen Vogel irgendwo hoch oben im Geäst. Dummerweise sind diese zum Teil seltenen Piepser häufig grau, braun oder schwarz und bewegen sich ausserdem vorzugsweise im Schatten. Das und die Tatsache, dass Vögel die an sich logische Angewohnheit haben, herumzufliegen, macht das Fotografieren etwas schwierig. Die beiden Guides winken uns immer wieder von einem Standort zum anderen und genau wenn wir uns positioniert haben, fliegt das Objekt der Begierde schon wieder weg. Aber schliesslich muss ja auch nicht alles in den Fotokasten. Wir sehen im Laufe des Tages auf unserem etwa 7-stündigen Rundgang auch diverse Echsen und Schlangen, ebenso wie einige grosse Schmetterlinge, Affen und ein Ceylon-Huhn, das Nationaltier von Sri Lanka.

Etwas nach 14:00 kommen wir ziemlich müde und verschwitzt wieder zurück in unser paradiesisches Naturhotel und schauen am Nachmittag bei einem kühlen Bier im Felsgarten den Affen zu, die hoch über uns in den Baumwipfeln herumturnen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.