Reisen

19.1.2020: Loktak-See

Heute kommt noch ein weiterer Führer mit uns, vermutlich aufgrund von lokalen Vorschriften. Gestern hatten wir bereits ein neues Fahrzeug bekommen, weil es hier andere Permits braucht.

Nach etwa eineinhalb Stunden kommen wir zum am Loktak-See liegenden Keibul Lamjao-Nationalpark, der der einzige schwimmende Nationalpark der Welt ist. Er ist ein Sumpf mit schwimmender Vegetation, die durch Anhäufung von organischem Müll und Biomasse mit Bodenpartikeln entstanden ist und die zu einer festen Form verdickt wurde. Heute ist dieser “Boden” zwischen 30 – 120cm dick und kann einzelne Menschen und Tiere tragen. Hier leben die vom Aussterben bedrohten Sangai-Hirsche, heute sind es wieder etwa 250. Vom Aussichtshügel aus sieht man zwar vereinzelte Tiere in weiter Ferne, das Erlebnis hält sich aber in engen Grenzen.

Auf der Fahrt zur Bootsanlegestelle überfallen wir eine Fischerfamilie in ihrem Haus und machen sonst noch den einen oder anderen Fotohalt. Von einem erhöhten Punkt aus haben wir eine tolle Sicht über den blau schimmernden See, auf dem an vielen Stellen mehr oder weniger kreisförmige Bereiche durch Schwimmpflanzen abgegrenzt sind, die für die Fischerei geschaffen wurden. Wir fahren mit einem Boot zu einer der kleinen, schwimmenden Insel, wo ein Fischer mit seiner Familie lebt. Als findiger Unternehmer hat er auf seinem kleinen Flecken sogar ein Restaurant mit Übernachtungsmöglichkeit eingerichtet.Auf der Rückfahrt nach Imphal besichtigen wir noch die Überreste eines Vishnu-Tempels in Bishnupur und den lokalen Markt. Zurück in der Stadt ist unsere letzte Station für heute die historisch und kulturell sehr interessante Sammlung eines lokalen Malers, der zu Ehren seines Vaters die RKCS-Galerie geschaffene hat. Dieser Vater hat die Geschichte von Manipur, insbesondere die diversen Kriege, in Dutzenden von Gemälden dargestellt.

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