Reisen

19.1.19: Anuradhapura und Mihintale

Heute Morgen müssen wir recht früh aus den Federn. Pünktlich um 8:30 Uhr werden wir von Mac vor dem Hoteleingang abgeholt. Etwas mehr als eine Stunde dauert die Fahrt nach Anuradhapura, der ersten Hauptstadt der singalesischen Könige. Die Stadt wurde im vierten Jahrhundert vor Christus gegründet und diente seit dann verschiedenen Königen als Hauptstadt, bis sie als solche im 11. Jahrhundert von Polonaruwa abgelöst wurde. In dieser Zeit wurden eindrückliche Pagoden und riesige Wasserreservoire errichtet.

Unterwegs machen wir einen kurzen Fotostop um ein gewaltiges Seerosenfeld zu bestaunen. In Anuradhapura angekommen, kaufen wir im archäologischen Museum unsere Tickets für die Besichtigung der verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Die dort beherbergte Ausstellung der hier ausgegrabenen Steinkrüge und Schmuckstücke beeindruckt uns nur mässig. Viel besser gefällt uns die 2000 Jahre alte weisse Pagode (Ruvanvelisaya Dagoba). Zusammen mit hunderten weiss gekleideten Pilgern gehen wir im Uhrzeigersinn um das prächtige Bauwerk und lassen uns von der friedlichen Stimmung inspirieren. Alle paar Meter knien Gläubige nieder und hoffen, dass ihre Gebete erhört werden. Auf dem Weg nach draussen werden wir Zeugen einer buddhistischen Zeremonie, bei welcher die hier ansässigen Mönche von Musikanten zum Gebet begleitet wurden. Anschliessend gehen wir zu Fuss weiter zur nächsten grossen Sehenswürdigkeit, dem Sri Maha Bodhi, einem heiligen Bodhi-Baum. Dieser wurde von einem Zweig des Bodhi-Baums von Bodghaya, unter welchem Siddharta Gautama seine Erleuchtung erlangte, aufgezogen. Der Legende nach wurde der Zweig von Prinzessin Sangamitta überbracht, der Tochter des indischen Herrschers Ashoka und der Schwester von Mahinda, welcher in Sri Lanka den Buddhismus einführte. Die Buddhisten pilgern hierher, damit sie von ihren Krankheiten geheilt oder ihre Kinderwünsche erfüllt werden. Ihre Gebete schreiben sie dabei auf kleine Stofftücher, welche mit einer Münze an den Bodhi-Baum gebunden werden. Als Opfergaben werden Lotusblumen sowie Tücher und andere wichtige Utensilien für die Mönche mitgebracht. Zum Abschluss besichtigen wir in Anuradhapura noch zwei nicht mehr so stark besuchte Pagoden, welche einst zu den grössten Bauwerken der Antike zählten.

Von Anuradhapura aus erreichen wir nach einer 15-minütigen Fahrt Mihintale, die Geburtstätte des Buddhismus in Sri Lanka. Hier wurde der König Devanampiya 247 Jahre vor Christus von Mahinda zum Buddhismus konvertiert. Wir steigen die 1840 Treppenstufen den Felsen hinauf, wo uns eine schöne Pagode und eine gigantische Aussicht über die riesigen Reisfelder und Palmenplantagen erwarten. Letzteres verdienen wir uns besonders, indem wir den etwas abenteuerlichen Weg zum Aussichtsfelsen hinauf klettern (In den USA wäre es entweder verboten, dort hinauf zu steigen oder wir hätten vorher eine Enthaftungserklärung unterschreiben müssen). Weder wir, noch die deutschen Touristen vor uns, stürzen den Berg hinunter, sodass wir uns voller schönen Eindrücke auf den Rückweg in unser Hotel machen können. Dort angekommen lassen wir den Tag am Pool und später beim Nachtessen am Hotelbuffet ausklingen.

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