Reisen

14.5.18: Schweisstropfen auf der Grossen Mauer

Am Sonntag sind wir zu unserer  China-/Tibet-Tour gestartet. Wir beginnen diese in Beijing, fahren dann über Xi’an und Lanzhou nach Xining, von wo es per Zug nach Lhasa weitergeht. Nach mehreren Tagen in der tibetanischen Hauptstadt fahren wir dann nach Westen an die nepalesische Grenze und beenden unseren Trip mit 2 Tagen in Kathmandu.

 

Früh (um 05:15!) landen wir in Beijing und quälen uns dann durch die endlose Schlange an der Immigration. Das Gepäck finden wir schnell, unseren Guide gar nicht. Er hat verschlafen und so wälzen wir uns mit einem Taxi durch den Morgenverkehr in die Innenstadt. Der Smog ist ziemlich ausgeprägt, sodass man von der an sich scheinenden Sonne nicht wirklich etwas sieht. Nach 3.5 Stunden sind wir dann endlich im Hotel, wo wir unseren bestens ausgeschlafenen, aber etwas verlegenen Guide antreffen. Er entschuldigt sich tausend Mal, zwischendurch nehmen wir eine kurze Dusche und ein kleines Frühstück. Dann brechen wir auf zur Besteigung des rund 150km im Nordosten gelegenen Abschnitts der großen Mauer bei Jhinjaling.

Der Anstieg zum ersten Wachturm verläuft zwar im Schatten, bei mehr als 30° feuchter Hitze ist aber bereits das eine Herausforderung. Toll ist, dass wir praktisch gar keine Touristen antreffen. Vom “Fünf-Fenster-Turm” aus kraxeln wir auf der Mauer runter und rauf über Stufen mit unterschiedlichsten Höhen (allerdings nie der SUVA-Empfehlung entsprechend), bis unsere geplagten Knie und Hüften ächzen. Auch derart weit ausserhalb von Beijing ist die Sicht durch Feuchtigkeit und Luftverschmutzung noch immer eingeschränkt. Trotzdem ist der Eindruck dieses Bauwerks gigantisch und es grenzt an ein Wunder, dass die damaligen Baumeister es geschafft haben, mit den verfügbaren bescheidenen Mitteln eine Grenzbefestigung von insgesamt mehr als 20’000km mitten in Hügeln und Bergen zu erstellen (Wikipedia zur Chinesischen Mauer). Nach rund 2.5 Stunden wagen wir den Abstieg und kommen zu einem kurz vor dem Bauabschluss stehenden riesigen Besucherzentrum. Wir sind froh, dass wir noch vor den hier zukünftig erwarteten Touristenmassen gekommen sind.

Im Swiss Bordmagazin haben wir auf dem Flug einen Tip zur Besichtigung von Gubei gesehen. Wir motivieren unseren Herrn Sun, auf dem Heimweg noch einen Abstecher dahin zu machen. Nach ein paar Anläufen schaffen wir es, stellen jedoch fest, dass der Eindruck zwar malerisch ist, der ganze Dorfkomplex aber eine auf alt getrimmte neue Überbauung ist.

Am späten Nachmittag kommen wir wieder nach Beijing, wo wir noch den olympischen Park besuchen. Insbesondere das “Vogelnest” (das Leichtathletikstadion) ist eine Augenweide. Nur schade, dass es seit der Olympiade vor 10 Jahren kaum mehr für Sportanlässe verwendet wurde.

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